Auf eigene Art


Welt wird sich ändern
tat’s schon immer
Mal waren es Errungenschaften
und Mal Irrtümer Krisen Fehler

Ganz unberührt kann man nicht bleiben
Teilnehmer ja nicht Beobachter
doch wie ein Halm im starken Winde
lässt man sich beugen
und nicht brechen

Solange möglich also dann
möge man tun auf seine Art
Mal nachgeahmt das was gut wäre
Mal ausgelassen
einfach fort





(eigenes Titelbild)
 

Kommentare (27)

JuergenS


25 Beiträge mit Antworten, wie zu besten Zeiten bei Manfred, na wenn das nicht ist!


👌

Christine62laechel

@JuergenS  

Der ST bleibt derselbe ST. Wie schön, dass man mit Menschen schreiben kann, die es ähnlich oder auch anders meinen, und trotzdem friedlich. 👍👌

Tulpenbluete13

Liebe Christine,
ich habe dein Gedicht ein paarmal gelesen, aber ich tue mich schwer dahinter zu kommen was du sagen willst…außer vielleicht dass man sich beugen aber nicht brechen lassen soll.
Das trifft auf viele Situationen des Lebens zu…???Also auf einen Nenner gebracht: „Nur nicht unterkriegen lassen??????

Nachdenkliche Grüße
Angelika

Christine62laechel

@Tulpenbluete13  

Liebe Angelika, deine Interpretation wäre natürlich richtig. Ich äussere mich manchmal nicht ganz klar, wenn ich von einer Idee überwältigt werde, die ich auch noch in einer anderen Sprache formulieren möchte. Eben so: formulieren, und nicht in ins Deutsche übersetzen. 😊 

Sonst kann man sich aber die Gedichte ja ziemlich beliebig erläutern, mit einer Bedienung: nicht mehr zwischen den Zeilen finden, als es da gibt. 😉

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Kurt20

04. Juni 2026

Hallo, liebe Christine,

ich verstehe Dein Gedicht so: Die Welt baut Mist und wir stehen mittendrin.

Wider den Stachel zu löcken bringt nichts.

Besser: geschmeidig wie Schilf im Sturm mitschwingen, die guten Ideen anderer aufnehmen („nachgeahmt“), den Rest übersehen und gelassen weitergehen.

Nicht so poetisch wie Deine Zeilen, aber hoffentlich trifft es den Kern.

Wenn ja: So sehe ich es auch.

Herzliche Grüße
Kurt
 

Christine62laechel

@Kurt20  

Mit dem "poetischen" das ist so eine Sache...  Ungefähr ja, das entspricht meiner Anschauung, was du da geschildert hast, Kurt. Als ich jung war, galt es zwar dazu: nur Feiglinge handeln so, man muss immer wieder etwas unternehmen, nie aufgeben... Ich glaube, ich habe genug in meinem Leben unternommen, um die Welt glücklicher zu machen, obwohl selber nicht gerade ein Glücksfall gewesen. Jetzt möchte ich wirklich meine Ruhe haben, was im Moment auch ein kleines Glückchen sein kann. Was ich nie tue zum Beispiel: keine Tatoos (schreibt man das so), und ich werde auch nie eine echte Feministin. Was ich gerne nachahme: ich sortiere Müll und spare Wasser (ohne damit zu übertreiben), bilde mich solange nur möglich. Mit anderen Dingen müsste die Welt ohne meine Hilfe zurechtkommen können. So ungefähr.

Mit Grüßen
Christine

Roxanna

Ich glaube, liebe Christine, dass man vieles besser über- und durchstehen kann, wenn man möglichst wenig bis gar keinen Widerstand aufbaut. Nur so bricht der Halm nicht, weil er nachgibt. Das heißt nicht, alles hinnehmen zu müssen, aber das was sich nicht ändern lässt, da ist Widerstand unter Umständen schädlich. Man könnte daran zerbrechen. Ich bin froh, dass ich schon so alt bin, weil ich merke, dass die vielen Veränderungen immer anstrengender werden. Ich habe immer wieder ein großes Ruhebedürfnis.

Dein Bild ist sehr schön mit diesen warmen Farben und es wirkt sehr lebendig. Malst du immer mal wieder und denkst du auch noch manchmal an Manfred? 

Liebe Grüße
Brigitte

Christine62laechel

@Roxanna  

Liebe Brigitte, an Manfred denke ich - wörtlich - jeden Tag. Ich erinnere mich immer wieder an die Jahre unserer Bekannschaft - insgesamt waren es sechs Jahre, davon zwei in Deutschland - denn es gab in meinem Leben kaum Menschen ausser ihm, die mir so viel Sympathie und Aufmerksamkeit geschenkt hätten. Und seine innere Kraft hatte auch mich gestärkt.

Kein Widerstand, absolut Recht. Das kann ich nun auch nicht mehr, und so wie du brauche ich Ruhe. Wenn mich etwas aus diesem Zustand bringt, werde ich irgendwie innerlich steif, um nur nichts empfinden zu müssen. 

Danke für dein Kompliment für mein Bildchen, liebe Brigitte. Ja, ab und zu zeichne ich oder male; wie Kreuzworträtsellösen lenkt das gut ab, das Gehirn am Werk, aber ruhig eben. 😊

Mit herzlichen Grüßen
Christine

 

Roxanna

@Christine62laechel  

Ja, liebe Christine, Manfred war ein ganz besonderer Mensch. Auch wenn es zwischen uns mal etwas geknirscht hat 😉habe ich ihn doch geschätzt und gemocht. Ich kann verstehen, dass du dich ihm immer noch verbunden fühlst. Er fehlt hier mit seinen schönen Bildern und seinen interessanten Beiträgen.

Lieben Gruß
Brigitte

Christine62laechel

@Roxanna  

Das war leider so, liebe Brigitte, dass sein Beschwerden ab und zu für Manfred echt lästig wurden, und dann konnte er wirklich ungeduldig wirken. Vor allem aber - er war manchmal böse, wenn du lange kein Bild von dir in seinem Blog veröffentlicht hattest, und deine Hexen waren ja einfach Lieblingsstück von ihm. 😊

 

JuergenS

@Christine62laechel  

Ich schätzte ihn auch sehr, ich hielt ihn für eine wichtige Stütze des ST.

Er konnte selbst toll in Malereien sich ausdrücken, ich kanns nur bedingt mit Hilfe von mit KI "konstruierten" Bildern (Ist mein Hobby geworden, Manfred36 hat daran seinen Anteil.)

Christine62laechel

@JuergenS  

Es gab und gibt hier Menschen, die immer wieder etwas Wichtiges interessant präsentieren, auch einfach nur in ihren Kommentaren. Ja, Manfred gehörte sicher zu den Stützen des ST. Nun bin ich froh, dass ich auch mit dir zusammenarbeiten kann, Jürgen. Dein Blog ist etwas viel mehr, als nur konstruierte Bilder, dahinter stecken immer Ideen, Gedanken, Humor. 

JuergenS

@Christine62laechel  

danke für deine Worte, denn die meisten Bilder, du machst ja auch mit, drücken einen Sinn aus, ohne Worte.
Eine Zeitlang machte mir auch Reimen Freude, aber eben auch wieder sinnig wie die KI-Experimente, an die sich viele nicht herantrauen, aus völlig verschiedenen Gründen.

SErvus an alle Schönen Feiertag.
😄

(PS: bei Manfred dürfte es etwa 2 Jahre her sein?)

Christine62laechel

@JuergenS  

Es werden 3 Jahre schon im August.

JuergenS

@Christine62laechel  

kaum zu glauben, wie schnell die Zeit einem vorkommt, zu vergehen.
Ja, letzten August verstarb mein Bruder, auch das kommt mir zeitlich gesehen, komisch vor. Naja, Servus

Marlen13

Wer weiß wie vielen Ereignissen wir noch ausgesetzt sind liebe Christine.
Da die richtige Balance zu finden, wird manchmal schwer sein.
Wünsche dir einen schönen Abend, mit lieben Grüßen für dich 
❤️ lichst Marlen 

 

Christine62laechel

@Marlen13  

Ja, liebe Marlen, wer weiß. Und mit dem Gedanken, dass es früher eigentlich gar nicht besser war, kann man sich auch kaum trösten. Hoffen wir aber auf eine Balance in der Natur, in der Politik, in uns selbst. Das tut schon gut. 👍

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Rosi65


Man denke nur ein paar Jahre zurück, liebe Christine, als der Coronvirus unsere komplette Welt infizierte. Plötzlich brach eine Pandemie aus, und es herrschte Ausnahmezustand.

Schreckliche Nachrichten und Bilder aus Bergamo. Masken, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Abstandsregelungen und dann der Lockdown. Ein Albtraum der zur unausweichlichen Realität wurde.
Kurz vorher hatte ich, klingt fast wie ein böser Witz, noch das Buch „Die Pest“ von Albert Camus gelesen, in dem das menschliche Handeln im Angesicht der Katastrophe beschrieben wird.
Ob wir die nächste Pandemie - Virologen gehen von einer hohen Warscheinlichkeit aus - dann auch wieder überstehen werden?

Viele Grüße
   Rosi65

Christine62laechel

@Rosi65  

Liebe Rosi, nichts als grausam. "Die Pest" musste ich als 16-jährige Oberschülerin lesen. Das war nicht leicht, man las darüber aber damals mit keinen sooo großen Gedanken. Solche Dinge gab es ja nur in der Geschichte, in Büchern... Nun wurden alle möglichen Szenarien potentiell möglich. Hoffen wir aber, dass - nur potentiell...

Und solche Bücher meide ich jetzt, ähnlich wie TV-Sendungen, oder Infos im Internet. Solange es für mich möglich wird, möchte ich hoffen, dass ich in einer vielleicht nicht idyllischen, doch ziemlich normalen Realität lebe... 😏

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Rosi65

@Christine62laechel  

Sorry für die Monsterschrift in meinem Text. 
Der Test mit Schriftgrad 16 klappt jetzt aber wieder.

Rosi65

Christine62laechel

@Rosi65  

Kein Problem, liebe Rosi, und Gott sei Dank, ich dachte mir schon, dass Du nicht gut sehen kannst. Schön also, dass da nur Buchstaben schuld waren. 👍

cecile

"... lässt man sich beugen und nicht brechen..."

Beim Halm im Winde sieht das so leicht, so natürlich aus, beim Menschen wird es zum schwierigen Balanceakt.

Ein eindrucksvoller Text - gefällt mir sehr, genau wie das Bild!

Gruß
Cécile

 

Christine62laechel

@cecile  

Liebe Cécile, danke für deine netten Worte. Und zu diesem Balanceakt: umso schwieriger wäre diese Übung, weil eher nicht körperlich, sondern psychisch, mental. Ein Stück Gymnastik... Wenn man aber dadurch seinen Ideen treu bleiben könnte, sich selbst treu, und sich einfach möglichst komfortabel fühlen, das wäre schon diese Mühe wert. 😊

Mit Grüßen
Christine

werderanerin



Gerade heute, denke ich, liebe Christine, ist es sehr wichtig, auf sein Inneres , man sagt auch Bauchgefühl zu hören...weil Einflüsse oft viel zu viel und intensiv sind.

Es bedarf halt einiger Sortierungen, um irgendwie gut zu leben...auf seine, ganz eigene Art ..., aber zufrieden.

Herzlichst

Kristine

Christine62laechel

@werderanerin  

Das stimmt, liebe Kristine. Und obwohl man nicht mehr so jung ist, um sich leicht beeinflussen zu lassen, kann es mal wirklich stärker sein, als man denken würde. Was natürlich eine Inspiration nicht ausschliesst, eine Nachahmung, die keine Schande wäre. Hauptsache eben, auf eigene Art - und zufrieden. 

Mit herzlichen Grüßen
Christine

JuergenS

Prima eigenes Bild!

ausgelassen, weil heute Weltfahrradtag ist:

 

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Christine62laechel

@JuergenS  

Danke für das nette Kompliment. 😊 Ich fahre leider nicht mehr Rad, finde den Tag aber eine schöne Idee. 👍

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