Anzeige
Atomkraft. Was sagt das Bundesamt für nukleare Sicherheit dazu
https://www.base.bund.de/shareddocs/faktencheck/base/de/atomstrom-alternative-energiequellen-kosten.html
Die Kernkraft im 21. Jahrhundert: Zwischen klimaneutraler Grundlast und ökonomischer Unwirtschaftlichkeit
Die Kernenergie ist eine der kontroversesten Technologien der modernen Energieversorgung. Während Befürworter sie als unverzichtbaren Baustein für den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit preisen, verweisen Kritiker auf die immensen Risiken, ungelöste Endlagerfragen und horrende Kosten. Im Jahr 2026, in einer Welt, die zunehmend von erneuerbaren Energien geprägt ist, muss der Sinn der Kernkraft durch eine ehrliche Vollkostenrechnung bewertet werden, die weit über den reinen Betrieb hinausgeht.
1. Der angebliche Sinn: Grundlast und CO₂-Reduktion
Der primäre "Sinn" der Kernkraft liegt in ihrer Fähigkeit, kontinuierlich große Mengen an Strom zu erzeugen, unabhängig von Wetterbedingungen wie Wind oder Sonne. Sie bietet somit eine Grundlastfähigkeit, die theoretisch fossile Kraftwerke (Kohle, Gas) ersetzt und zu einer Reduktion von Treibhausgasen beiträgt. In Ländern wie Frankreich oder in neuen Projekten weltweit (z.B. Großbritannien, China) wird die Kernkraft als Rückgrat für die Dekarbonisierung der Industrie gesehen, besonders wenn die Nachfrage durch E-Mobilität und Wärmepumpen steigt.
2. Die Vollkostenrechnung: Was kostet Atomstrom wirklich?
Der Strompreis an der Börse spiegelt nicht die tatsächlichen Kosten der Kernkraft wider. Betrachtet man die Stromgestehungskosten (LCOE) inklusive aller externen Faktoren und Nachsorgekosten,
ist Kernkraft eine der teuersten Methoden der Stromerzeugung.
ist Kernkraft eine der teuersten Methoden der Stromerzeugung.
A. Investition und Bau
Neue Kernkraftwerke sind extrem kapitalintensiv und leiden unter massiven Bauzeitverzögerungen. Die Kosten für Neubauten (z.B. Flamanville, Hinkley Point C) haben sich oft vervielfacht,
was Investitionen ohne massive staatliche Garantien fast unmöglich macht.
was Investitionen ohne massive staatliche Garantien fast unmöglich macht.
B. Folgekosten: Entsorgung und Endlagerung
Die Kosten für die Entsorgung radioaktiven Abfalls sind gigantisch.
Die Zwischen- und Endlagerung, einschließlich des Betriebs der Endlager (wie Schacht Konrad in Deutschland), erfordert über Jahrtausende hinweg immense finanzielle Mittel.
Die Zwischen- und Endlagerung, einschließlich des Betriebs der Endlager (wie Schacht Konrad in Deutschland), erfordert über Jahrtausende hinweg immense finanzielle Mittel.
- Betriebs- und Stromkosten des Endlagers: Das Endlager benötigt selbst Strom zur Lüftung, Kühlung, zum Betrieb der Kräne und zur Überwachung.
- Dies sind zwar geringe Mengen im Verhältnis zur Erzeugung,
- müssen aber in die langfristigen Rückstellungen eingerechnet werden und summieren sich über tausende von Jahren.
- Stilllegung und Rückbau: Der Rückbau eines einzelnen AKW verschlingt oft weit mehr als 1 Milliarde Euro.
- Gesamtkosten: Studien schätzen die Kosten für die Entsorgung des Atommülls bis zum Jahr 2100 auf rund 170 Milliarden Euro.
C. Versicherung und Restrisiko
Kernkraftwerke sind nicht privatwirtschaftlich versicherbar.
Im Falle eines Super-GAUs (wie Tschernobyl oder Fukushima) übersteigen die Schäden die Kapazitäten der Betreiber bei weitem. Die volkswirtschaftlichen Schäden eines solchen Unfalls werden auf bis zu 2,5 Billionen Euro geschätzt.
Werden diese Risiken und die Kosten für Katastrophenschutz mit einberechnet,
wird Atomstrom unbezahlbar.
Im Falle eines Super-GAUs (wie Tschernobyl oder Fukushima) übersteigen die Schäden die Kapazitäten der Betreiber bei weitem. Die volkswirtschaftlichen Schäden eines solchen Unfalls werden auf bis zu 2,5 Billionen Euro geschätzt.
Werden diese Risiken und die Kosten für Katastrophenschutz mit einberechnet,
wird Atomstrom unbezahlbar.
D. Vergleich der Stromgestehungskosten 2026 (inkl. Folgekosten)
Laut Analysen (z.B. Fraunhofer ISE, Lazard) liegen die Vollkosten für Kernkraft je nach Szenario zwischen 13,6 und 49 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh).
Im krassen Gegensatz dazu liegen die Kosten für Wind- und Photovoltaikanlagen oft zwischen 4 und 11 ct/kWh.
Im krassen Gegensatz dazu liegen die Kosten für Wind- und Photovoltaikanlagen oft zwischen 4 und 11 ct/kWh.
- Fazit: Kernkraft ist im Jahr 2026 im Durchschnitt rund dreimal teurer als Strom aus erneuerbaren Energien.
3. Fazit: Ist Kernkraft noch sinnvoll?
Die Kernkraft hat den „Sinn“ einer CO₂-armen Stromerzeugung.
Doch dieser Sinn wird durch die extreme Unwirtschaftlichkeit und die langfristigen, enormen Folgekosten entwertet.
Während die Technologie für die Grundlast geeignet erscheint,
machen die hohen Investitionsrisiken, die ungelösten Endlagerfragen und die im Vergleich zu Erneuerbaren extrem hohen Gesamtkosten (inkl. Rückbau und Abfallentsorgung) die Kernkraft zu einer ökonomisch nicht nachhaltigen Option.
Doch dieser Sinn wird durch die extreme Unwirtschaftlichkeit und die langfristigen, enormen Folgekosten entwertet.
Während die Technologie für die Grundlast geeignet erscheint,
machen die hohen Investitionsrisiken, die ungelösten Endlagerfragen und die im Vergleich zu Erneuerbaren extrem hohen Gesamtkosten (inkl. Rückbau und Abfallentsorgung) die Kernkraft zu einer ökonomisch nicht nachhaltigen Option.
In einer zukunftsorientierten Energiepolitik überwiegen die Vorteile von Wind- und Solarenergie in Kombination mit Speichern und intelligenter Netzsteuerung, da diese Technologien niedrigere Vollkosten aufweisen und kein unkalkulierbares, Jahrhundert-tausende langes Risiko darstellen.
Wir erhalten für möglicherweise 100 Jahre teuren Strom.
Zukünftige Generationen dürfen dann
über zigtausende von Jahren darauf aufpassen.
Man wird uns verfluchen!
Und mit was?
Mit Recht!
Wer verdient an einem Atomkraftwerk,
welches ohne massive staatliche Hilfen nie gebaut würde,
weil unwirtschaftlich?
Lieber nicht fragen?
Wir erhalten für möglicherweise 100 Jahre teuren Strom.
Zukünftige Generationen dürfen dann
über zigtausende von Jahren darauf aufpassen.
Man wird uns verfluchen!
Und mit was?
Mit Recht!
Wer verdient an einem Atomkraftwerk,
welches ohne massive staatliche Hilfen nie gebaut würde,
weil unwirtschaftlich?
Lieber nicht fragen?
"Ist Kernkraft noch sinnvoll?"
Allein die Sicherheit der Atommüll-Zwischenlager können schon nicht gewährleistet werden. Doch das Wichtigste, ein Endlager existiert in Deutschland ja noch gar nicht, und wurde noch nicht einmal gefunden.
Primär sollte man sich deshalb intensiv um dieses gefährliche Problem kümmern, bevor Politiker, z.B. Markus Söder, den Bau von neuen Kernkraftanlagen (SMR) mal eben so verlangen.
Bis auf eine Ausnahme werden alle Atommüll-Zwischenlager von staatlichen Unternehmen betrieben. Die meisten davon von der Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ). Die AKW-Betreiber haben sich mit einer Einmalzahlung in Höhe von rund 24 Milliarden Euro aus der Verantwortung freigekauft.
Die Zwischenlagerung des hochradioaktiven Abfalls ist aus Sicht des BUND schon jetzt hochproblematisch.
Die zentrale Sicherheitsbarriere stellen laut Betreiber und Behörde die Behälter dar. Bisher ist völlig unklar, wie sich die Behälter und ihr Inhalt bei einer noch längeren Lagerung verhalten werden.
Schon jetzt bestehen laut Expert*innen Zweifel an der Haltbarkeit von Dichtungen und damit an der langfristigen Dichtigkeit der Behälter.
https://www.bund.net/themen/atomkraft/atommuell/zwischenlager/
Rosi65